Jugendradio „5vor12i“ – Begegnung statt Protest

Mitte Januar fand die nationalkoordinierte Aktion 72 Stunden statt. Mit einem Radiobus, im Herzen von Zürich, produzierten junge Erwachsene Radiobeiträge zu den Themen Nachhaltigkeit, Rassismus und Agenda 2030.

Das „5vor12i“-Team im Einsatz beim Radiobus (Foto: zvg).

„Es ist „5vor12i“. Zeit, dass Du etwas änderst und wir uns nach einer nachhaltigeren Welt orientieren“, so Melissa Hof, Co-Initiantin des Projektes. Diese Haltung und Forderung wurde im Rahmen der Aktion 72 Stunden mit Personen an öffentlichen Plätzen diskutiert und debattiert. Der Titel war Programm während den drei Tagen. „5vor12i ist es für die Welt, dass wir endlich nachhaltiger Leben. 5vor12i ist es aber auch für die Kirche, dass sie Jugendlichen eine Stimme und eine Plattform zur Partizipation bietet“, ergänzt Sophie die Absicht der Aktion.

Während 72h war das Radio „Power Up“ der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi online. Gesendet wurde live aus dem Radiobus, unter anderem vom Stauffacher- und Zwingliplatz. Berichtet wurde über die Agenda 2030 der UNO, welche 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung enthält. Eines dieser Themen war „Geschlechter Gleichheit.“

Die queere Community zu Gast beim Jugendradio (Foto: zvg)

Wenige Wochen vor der Abstimmung „Ja zum Schutz vor Hass“, ist dieses Thema in der Öffentlichkeit omnipräsent. So wurden auch die jungen Erwachsenen bei Interviews und Gesprächen oft mit der Thematik konfrontiert. So auch am Samstag-Mittag auf dem Zwingliplatz. „Wir waren gerade an einer Aufzeichnung, als plötzlich eine Menschenmasse sich dem Radiobus näherte,“ erzählt Luca eine Impression vom letzten Samstag. Was dann folgte, werden die jungen Erwachsenen so schnell nicht vergessen. Im Rahmen einer Kundgebung der queeren Community (der Tagesanzeiger berichtete) standen plötzlich 3000 Menschen vor dem Radiobus. „Die Aktivisten schnappten sich unser Mikrofon, hissten eine Flagge am Turm des Grössmünsters und plötzlich war die Kundgebung live auf Sendung. Ein wahnsinniges Erlebnis. Dies sicher mein Highlight während den drei Tagen“, so Luca abschliessend.

Jugendliche, junge Erwachsene und auch die Kirche engagieren sich aktuell für die Nachhaltigkeit. „Uns war es wichtig, dass wir keine weitere Protestbewegung veranstalten. Vielmehr wollten wir Menschen auf Augenhöhe begegnen und mit ihnen diskutieren und debattieren,“ so Melissa Hof abschliessend. Begegnungen die begeisterten, junge Menschen die sich freiwillig für Kirche engagierten mit selbstproduziertem Inhalt – ein Format mit Wiederholungsgefahr.

Sämtliche Beiträge wurden aufgezeichnet und sind auf unserer Homepage oder bei Spotify online. Hier gehts zu den Podcasts.

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